Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen

Martin-Luther-Gemeinde Berlin-Lichterfelde

Anschrift: Hortensienstraße 18, 12203 Berlin

Gründung: 1954 (Teilung der Gemeinde Lichterfelde)

Einweihung der Kirche: 1.11.1936

Zur Webseite.

RSSPrint

Gründung und Namensgebung

Die Martin-Luther-Kirche im "Blumenviertel" in Lichterfelde, nahe dem S-Bf. Botanischer Garten wurde in den Jahren 1930 - 1936 nach dem Entwurf des Architekten Martin Kremmer als neue Predigtstätte und Gemeindehaus der Gemeinde Lichterfelde gebaut.
Eine „Schlusssteinlegung“ ist für den 31.1.1931 urkundlich nachgewiesen. Die lange Bauzeit ist durch den Zusammenbruch der Finanzierung 1931 und die dann folgenden politischen Ereignisse bedingt.
Zunächst wurde der Gemeindesaal als Predigtstelle am 27.11.32 geweiht. Die Einweihung der Kirche erfolgte erst am 1.11.36. Es ist damit der letzte fertiggestellte Kirchenbau in Berlin vor dem 2. Weltkrieg.

Zum Namen der Kirche wurden 1931-33 verschiedene Vorschläge diskutiert: Rosmarien-, Luisen-, Trost-, Oster-, Gustav-Adolf-, Christus-, Heldengedächtnis-, Martin-Luther-Kirche.
Unter dem Einfluss des damaligen Pfarrers, eines Anhängers der Deutschen Christen wurde 1933 zunächst der Name "Heldengedächtniskirche" beschlossen.
Nach Protesten aus der Gemeinde und der Intervention des Architekten Martin Kremmer einige man sich auf den Namen Lutherkirche. Am 12.8.33 fasste das Konsistoriumsden Beschluss zum Namen "Martin-Luther-Kirche".

Geschichte

In der Zeit des Nationalsozialismus war die Gemeinde Schauplatz des Kirchenkampfes.
Der erste Pfarrer Heinrich Koch war Mitglied der NSDAP und unterstützte die Deutschen Christen.
1935 wurde Walther Hildebrand Pfarrer der Gemeinde -- ein Mitglied der Bekennenden Kirche (BK). In den Räumen der Kirche fanden jetzt theologische Seminare, Prüfungen und Ordinationen durch Mitglieder der BK statt. Hier wurde das "Büro Pfarrer Grüber" gegründet -- eine Hilfsstelle für evangelische Rassenverfolgte.
Zugleich war die in der Nähe des großen Wehrmachtsstandorts gelegene Kirche Hochzeitskirche von hohen Offizieren der Wehrmacht.
Die Kirche wurde durch den Krieg schwer getroffen. Breits 1940 mussten die Glocken zu Kriegszwecken abgegeben werden. Zu Pfingsten 1944 wurde die Kirche durch Bombentreffer so schwer beschädigt, dass sie geschlossen werden musste.
Am 7.12.1947 wurde die provisorisch reparierte Kirche neu geweiht.
Zum 1.4.1954 wurde die Gemeinde selbständig.
1955 bis 1957 musste die Kirche saniert werden, da tragende Holzteile vom Holzbock befallen waren. Die notwendigen Kosten von 110 TDM wurden durch Spenden zusammengebracht.
Eine neue Schuke-Orgel wurde am 8.Mai 1960 (Sonntag Jubilate) in Dienst gestellt und die neuen Glocken am 15.10.1961 geweiht.

Heute

Die Gemeinde hat heute ca. 2000 Mitglieder. Seit 2009 arbeitet sie mit 5 weiteren Gemeinden im Sprengel Steglitz-Nord zusammen. Veranstaltungen werden für alle Altersgruppen angeboten: Von der Babygruppe bis zum Seniorenkreis. Gruppen für Sport, Tanz und Musik stehen ebenfalls auf dem Programm.

Letzte Änderung am: 08.10.2017