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Evangelische Kirchengemeinde Zeuthen

Anschrift: Schillerstraße 2, 15738 Zeuthen

Gründung: 31.10.1909

Einweihung der Kirche: 21.12.1914

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Gründung und Namensgebung

1860 war Zeuthen ein Dorf mit 120 Einwohnern, 1910 waren es zehnmal so viele.
Am 31. 10.1909  erfolgte die Einrichtung der Pfarrstelle Miersdorf – Zeuthen, davor gehörte Zeuthen zu Waltersdorf. Paul Thieß wurde der erste Pfarrer der neuen Kirchengemeinde. Viele Gemeindemitglieder engagierten sich im Kirchenbauverein, der bereits 1906 gegründet wurde.
Ab 1912 wurden die Pläne zum Kirchenbau konkreter, nachdem die zwischenzeitlich als Gottesdienstraum genutzte Aula der Zeuthener Schule dafür nicht mehr zur Verfügung stand.
Die Kirche wird nach den im Januar 1913 genehmigten Plänen des Königl. Baurats Georg Büttner erbaut. Das Grundstück war eine Schenkung des Landwirts Wilhelm Guthke. Am 26.10.1913 erfolgte die Grundsteinlegung und bereits am 21.12.1914 die Einweihung der Kirche. Georg Büttner erlebte die Einweihung der Kirche nicht, da er am 24.10.1914 im Krieg fiel.
Büttner entwarf einen schlichten Baukörper mit seitlich angefügtem Turm, die Kirche erhielt einen Saal mit Apsis und eine Empore für die Steinmeyer-Orgel
Viele Gestaltungsideen insbes. des Altarbereiches und der Brautkapelle zeigen Elemente des Jugendstils. Deutlich werden in der Kaiserzeit übliche Referenzen auf die byzantinischen Kunst .
Ein besonderes Schmuckstück sind die Kirchenfenster in Originalbleiverglasung. Sie zeigen im unteren Bereich 10 Apostel, Martin Luther und Phillip Melanchthon, sowie im oberen Bereich den Grundgedanken eines Gleichnisses nach Matth. 25,31-46 mit dem Thema sich den Notleidenden zuzuwenden.

Leider sind keine Hinweise auf die Namensgebung der Kirche zu finden. Mit dem architektonischen Konzept der Predigtkirche und in der Ausgestaltung wird direkt auf den Reformator Bezug genommen, mit den Fensterbildern und auch dem Spruch „Ein Feste Burg…“ am Eingang der Kirche.

Geschichte

1932 starb Pfr. Thies überraschend früh im 53. Lebensjahr. Sein Nachfolger Werner Bechthold war bis 1964 in Zeuthen tätig. Er durchlebte zwei deutsche Diktaturen. Selbst Anhänger der Bekennenden Kirche geriet er in seiner Gemeinde "in den Kirchenkampf" mit der Mehrheit Deutscher Christen im GKR. Zweimal wurde er von den Nazis verhaftet. Anschließend steuerte er die Gemeinde durch die Zeit der "Diktatur des Proletariats".
Die Lutherkirche überstand den zweiten Weltkrieg ohne Zerstörungen. 1959 wurde der Kirchenraum renoviert: Die Jugendstilmalereien wurden mit grauer Leimfarbe übermalt. Vandalismus zerstörte die schönen Kirchenfenster der Taufkapelle.
Im Winter 1982/83 stand eines Sonntagmorgens die Kirche im Dampf der defekten Heizungsanlage. Die Leimfarbe tropfte von Decken und Wänden und die Originalausmalung kam wie an Wunder wieder ans Licht.
Unter Leitung des damaligen Pfarrers Berger und des GKR betrieb die Gemeinde von 1986 - 88 die Restaurierung des Innenraums in eigener Verantwortung durch Kirchenmaler Hans Karo aus Teltow und Oberkonservator Jochen Hass aus Berlin.
Seit 1973 ist die Kirche Heimat des Kantatenchors Zeuthen, der sich im Jahr davor gegründet hatte. Heute ist er einer der größten Chöre Brandenburgs.

2015 erfolgte eine Instandsetzung der Kirchenfenster, die nun wieder in alter Pracht erstrahlen. In der folgenden Bildergalerie sind sie zu bewundern (Rechte für alle Bilder bei der Ev. KG Zeuthen).

Heute

Die Gemeinde wächst und führt ein aktives und vielfältiges Gemeindeleben. Ein Schwerpunkt ist die Musik mit dem schon erwähnten Kantatenchor, dem Kirchenchor Wildau-Zeuthen, einem Posaunenchor und dem Arbeitskreis Orgelrestaurierung. Eine zentrale Rolle dabei spielt Kantor Christian Finke-Tange.

Ökumenische Jugendarbeit der "TENSING KIDZ" findet in den Gemeinderäumen statt.

Die Gemeinde plant den Neubau eines Begegnungszentrums für die Jugend, da der Gemeinderaum für die vielfältigen Veranstaltungen nicht mehr ausreicht.

Auch der Kalender im Reformationsjahr ist mit vielen Veranstaltungen gefüllt, z.B.:

  • Konzerte,
  • Veranstaltungen zum Kirchentag,
  • am 24.09.2017 ab 14.00 Uhr Gemeindefest,
  • am 31.10.2017 ab 11.00 Uhr Feier des Reformationsjubiläum mit großem Abschlusskonzert.

Letzte Änderung am: 10.09.2017